LoopCheck ersetzt den Aufbau eigener Testinfrastruktur durch eine komplette Testplattform, die wir gezielt auf Ihre Anwendung zuschneiden – auf einer bewährten, adaptiven Hardware statt einer Entwicklung von Grund auf. Vom vernetzten Gerät bis zur sicherheitskritischen Anwendung testen Ihre Entwickler ab dem ersten Tag.
Grundlagen
Was ist Hardware-in-the-Loop?
Hardware-in-the-Loop (HIL) ist ein Testverfahren, bei dem Ihre echte Embedded-Steuerung gegen eine simulierte Umgebung läuft. Das Testsystem speist Sensor- und Feldbussignale ein, liest die Reaktionen der Firmware zurück und prüft sie automatisiert gegen erwartete Grenzwerte – reproduzierbar und ohne die reale Anlage. So lassen sich Regelalgorithmen, Fehlerfälle und Grenzbereiche sicher am Schreibtisch prüfen statt am teuren Prüfstand.
LoopCheck deckt dabei die ganze Bandbreite ab – von Modultests einzelner Komponenten bis zu Blackbox-Systemtests der fertigen Firmware. Als kompaktes HIL für den Entwicklerarbeitsplatz (Desk-HIL) ist es klein genug für jeden Schreibtisch, in CI/CD integriert und mit Tests in C, C++ oder Python bedienbar.
Einordnung
HIL ist nicht gleich HIL
Desk-HIL vs. Rack-HIL
Desk-HIL passt auf den Schreibtisch des Entwicklers und prüft einzelne Steuergeräte früh und oft. Rack-HIL sind große Schrank-Systeme für den Gesamtverbund – teuer, geteilt und selten frei verfügbar. LoopCheck ist Desk-HIL: da, wenn Sie es brauchen.
Signal-HIL vs. Power-HIL
Signal-HIL arbeitet auf Signalebene – Sensorwerte, Bussignale, kleine Ströme und Spannungen – und ist ideal für Firmware- und Regelungstests. Power-HIL schaltet reale Lastströme und Leistung. LoopCheck ist ein Signal-HIL: präzise, sicher und genau richtig für Embedded-Software.
Embedded-Testing sollte kein eigenes Projekt sein
Die meisten HIL-Systeme sind teuer und komplex. Teams, die ihre Testinfrastruktur selbst bauen, verbringen mehr Zeit mit deren Wartung als mit ihrem eigentlichen Produkt: eigene Hardware-Entwicklung, Hardware-Software-Integration, Sensor- und Peripherie-Simulation, Logging, Signalerzeugung und die Pflege eines Echtzeit-HIL.
Bis der erste sinnvolle Test überhaupt läuft, durchläuft ein Eigenbau Recherche, Hardware, Software und Test – jede Phase kostet Ingenieurstunden. Die Folge sind lange Entwicklungszyklen, teure Validierung und Fehler, die zu spät gefunden werden.
Ihre Ingenieure sollten Produkte bauen, keine Testinfrastruktur.
Die Lösung
Was wir für Sie übernehmen
Hardware-Anpassung
Wir passen die Testhardware an Ihr Prüfobjekt an – kein Board-Bring-up auf Ihrer Seite.
HW-/SW-Integration
Firmware und Adapterboard sind ab Werk auf Ihre Schnittstellen abgestimmt.
Kommunikationsschnittstellen
CAN, Ethernet, UART, RS485 und mehr – verdrahtet auf Ihre Steckverbinder.
Echtzeit-Ausführung
Deterministisches Timing im Mikrosekundenbereich auf einem dedizierten Kern.
Signalerzeugung
Analoge und digitale Stimuli, inklusive Sensor- und Peripherie-Simulation.
Automatisierung & Logging
Test-API und CI/CD-fähiger Workflow statt manueller Arbeit am Prüfplatz.
Tests in C, C++ oder Python
Ihre Entwickler müssen kein weiteres proprietäres Ökosystem lernen. Mit LoopCheck schreiben sie Tests in den Sprachen, die Ihr Team ohnehin nutzt – keine proprietäre Skriptsprache, keine erzwungene IDE, keine lange Einarbeitung.
Zeitkritische Testlogik und Simulationsmodelle laufen in C auf einem eigenen Prozessorkern auf dem Board, in Echtzeit – erreichbar über eine saubere API statt über Register und Pin-Nummern. Vom Host aus steuern Sie diese Logik mit einer gewöhnlichen Python-Bibliothek: Sequenzen starten, Variablen setzen, zeitgestempelte Ergebnisse zurücklesen. Weil die Tests einfacher C-, C++- und Python-Code sind, verstehen auch KI-Assistenten sie ohne Weiteres.
Die Plattform
Adaptive Hardware – von uns pro Anwendung konfiguriert
Anpassbare Docking-Shields
Schraubklemmen, koaxiale Analog-Frontends, Leistungsstufen oder ein vollständig kundenspezifisches Steckerlayout – auf einem bewährten Base-Board.
Feldbus & Netzwerk
CAN / CAN FD, Ethernet sowie serielle Schnittstellen (UART, RS485 / RS422) für die reale Anbindung Ihres Prüfobjekts.
Analoge & digitale I/O
Präzise analoge Ein- und Ausgänge sowie digitale Signale – statt reiner Simulation.
Dedizierter Echtzeit-Kern
Ein eigener Kern für Ihren C-Code sorgt für deterministisches, hartes Echtzeit-Verhalten.
Safety
Für sicherheitskritische Systeme qualifizierbar
Rückverfolgbarkeit
Anforderungen, Testfälle und Ergebnisse durchgängig verknüpft.
Verifikations-Nachweis
Reproduzierbare Testausführung und belastbare Evidenz für die Verifikation.
Qualifizierungs-Unterstützung
Unterstützung bei der Qualifizierung von Werkzeug und Testumgebung.
Safety-Lifecycle-Integration
Einbettung des Testens in Ihren V-Modell-Prozess – inkl. wiederkehrender Nachweise.
Automatisierte, reproduzierbare HIL-Tests bilden die Verifikationsseite des Safety-Lifecycles direkt ab. Die Nachweise passen in Prozesse nach ISO 26262, EN 50128 / EN 50657, IEC 61508, IEC 62304 und DO-178C – die relevante Norm und das Sicherheitsniveau werden pro Projekt vereinbart.
Für die Medizintechnik im Detail: HIL-Tests nach IEC 62304.
Referenzen
Bewährt in echten Projekten
Mehrkanalige Motorsteuerung
Antriebe und Sensoren als Gegenstück simuliert, die Tests vollständig in CI/CD automatisiert.
Medizinischer Laser-Controller
Bit-genaue SPI-Verifikation und gezielte Fehlerinjektion – ganz ohne echtes Lasersystem.
SIL-3-Sicherheitssensor
Modul- und Systemtests mit Code-Coverage-Nachweis über den Trace-Port.
Häufige Fragen zu HIL-Tests
Was ist Hardware-in-the-Loop (HIL)?
Ein Testverfahren, bei dem die echte Embedded-Steuerung gegen eine simulierte Umgebung läuft: Das HIL-Testsystem erzeugt die Sensor- und Bussignale, liest die Reaktionen der Firmware zurück und prüft sie automatisiert – reproduzierbar und ohne die reale Anlage.
Was ist der Unterschied zwischen Desk-HIL und Rack-HIL?
Desk-HIL passt auf den Entwicklerarbeitsplatz und testet einzelne Steuergeräte früh und oft. Rack-HIL sind große, teure Schrank-Systeme für den Gesamtverbund, die meist geteilt werden. LoopCheck ist ein Desk-HIL.
Signal-HIL oder Power-HIL – was nutzt LoopCheck?
LoopCheck ist ein Signal-HIL: Es simuliert auf Signalebene (Sensorwerte, Bussignale, kleine Ströme und Spannungen) und ist damit ideal für Firmware- und Regelungstests. Power-HIL mit realen Lastströmen ist ein anderes Einsatzfeld.
Unterstützt LoopCheck Modultests und Blackbox-Tests?
Ja. LoopCheck deckt Modultests einzelner Komponenten bis zu Blackbox-Systemtests der fertigen Firmware ab – inklusive gezielter Fehlerinjektion. Das ist besonders in der Medizintechnik nach IEC 62304 gefragt.
Ist LoopCheck für sicherheitskritische Anwendungen und Medizintechnik geeignet?
Ja. Reproduzierbare, automatisierte HIL-Tests liefern Verifikationsnachweise für Normen wie IEC 62304 (Medizin), IEC 61508, ISO 26262, EN 50128/50657 und DO-178C. Die relevante Norm wird pro Projekt vereinbart.
In welchen Sprachen schreibe ich die Tests?
In C, C++ oder Python – kein proprietäres Ökosystem und keine erzwungene Skriptsprache. Zeitkritische Logik läuft in C in Echtzeit auf dem Board, gesteuert über eine Python-Bibliothek vom Host.
Anfangen zu testen, statt Testinfrastruktur zu bauen
Alle technischen Details – Hardware-Konfigurationen, die Python-API, Architektur und ein vollständiges Beispiel – finden Sie auf der LoopCheck-Plattform.
- Tests in C, C++ oder Python – kein proprietäres Ökosystem
- In CI/CD integriert: automatisierte Regressions- und Nightly-Tests
- Echte, adaptive Testhardware statt reiner Simulation
- Qualifizierbar für regulierte, sicherheitskritische Geräte