LoopCheck ersetzt den Aufbau eigener Testinfrastruktur durch eine komplette Testplattform, die wir gezielt auf Ihre Anwendung zuschneiden – auf einer bewährten, adaptiven Hardware statt einer Entwicklung von Grund auf. Zugeschnitten wird dabei nur die Schnittstelle zu Ihrem Prüfobjekt – die Plattform selbst ist fertig, nicht neu entwickelt. Für regulierte und sicherheitskritische Geräte testen Ihre Entwickler Ihre Embedded-Firmware ab dem ersten Tag.
Grundlagen
Was ist Hardware-in-the-Loop?
Hardware-in-the-Loop (HIL) ist ein Testverfahren, bei dem Ihre echte Embedded-Steuerung gegen eine simulierte Umgebung läuft. Das HIL-Testsystem speist Sensor- und Feldbussignale ein, liest die Reaktionen der Firmware zurück und prüft sie automatisiert gegen erwartete Grenzwerte – reproduzierbar und ohne die reale Anlage. So lassen sich Regelalgorithmen, Fehlerfälle und Grenzbereiche sicher am Schreibtisch prüfen statt am teuren Prüfstand.
LoopCheck deckt dabei die ganze Bandbreite ab – von Modultests einzelner Komponenten bis zu Blackbox-Systemtests der fertigen Firmware. Als kompaktes HIL für den Entwicklerarbeitsplatz (Desk-HIL) ist es klein genug für jeden Schreibtisch, in CI/CD integriert und mit Tests in C, C++ oder Python bedienbar – und fester Bestandteil unserer ganzheitlichen Testumgebungen.
Einordnung
HIL ist nicht gleich HIL
Desk-HIL vs. Rack-HIL
Desk-HIL passt auf den Schreibtisch des Entwicklers und prüft einzelne Steuergeräte früh und oft. Rack-HIL sind große Schrank-Systeme für den Gesamtverbund – teuer, geteilt und selten frei verfügbar. LoopCheck ist Desk-HIL: da, wenn Sie es brauchen.
Signal-HIL vs. Power-HIL
Signal-HIL arbeitet auf Signalebene – Sensorwerte, Bussignale, kleine Ströme und Spannungen – und ist ideal für Firmware- und Regelungstests. Power-HIL schaltet reale Lastströme und Leistung. LoopCheck ist ein Signal-HIL: präzise, sicher und genau richtig für Embedded-Software.
Embedded-Testing sollte kein eigenes Projekt sein
Die meisten HIL-Systeme sind teuer und komplex. Teams, die ihre Testinfrastruktur selbst bauen, verbringen mehr Zeit mit deren Wartung als mit ihrem eigentlichen Produkt: eigene Hardware-Entwicklung, Hardware-Software-Integration, Sensor- und Peripherie-Simulation, Logging, Signalerzeugung und die Pflege eines Echtzeit-HIL.
Bis der erste sinnvolle Test überhaupt läuft, vergehen bei einem Eigenbau schnell vier bis sechs Ingenieurmonate – Recherche, Hardware, Software, Test. Mit LoopCheck übernehmen wir die Testumgebung; sobald die Hardware bei Ihnen steht, schreiben Sie Ihren ersten Testfall am selben Tag statt nach Monaten.
Ihre Ingenieure sollten Produkte bauen, keine Testinfrastruktur.
Was ein Eigenbau intern kostet, rechnen Sie am ehesten in Ingenieurmonaten – vier bis sechs davon gegen Ihre eigene Ladenrate. Den Zuschnitt auf Ihr Prüfobjekt bekommen Sie in vier bis acht Wochen, den Preis dafür vereinbaren wir je Projekt.
Die Lösung
Was wir für Sie übernehmen
Hardware-Anpassung
Wir passen die Testhardware an Ihr Prüfobjekt an – kein Board-Bring-up auf Ihrer Seite.
HW-/SW-Integration
Firmware und Adapterboard sind ab Werk auf Ihre Schnittstellen abgestimmt.
Kommunikationsschnittstellen
CAN, Ethernet, UART, RS485 und mehr – verdrahtet auf Ihre Steckverbinder.
Echtzeit-Ausführung
Deterministisches Timing im Mikrosekundenbereich auf einem dedizierten Kern.
Signalerzeugung
Analoge und digitale Stimuli, inklusive Sensor- und Peripherie-Simulation.
Automatisierung & Logging
Test-API und CI/CD-fähiger Workflow statt manueller Arbeit am Prüfplatz.
Nutzen
Was sich dadurch ändert
Testzeit, die nicht mehr anfällt
Ein Regressionslauf, der von Hand einen Entwicklertag kostet, läuft nachts durch. Nicht einmal, sondern bei jedem Commit. Die Ersparnis entsteht nicht beim Aufbau, sondern jedes Mal danach.
Fehler, bevor sie teuer werden
Je später ein Firmwarefehler auffällt, desto mehr kostet er. Im Feld heißt das Rückruf, Serviceeinsatz oder ein Update, das jemand beim Kunden einspielen muss. HIL findet die Fälle, die am realen Aufbau kaum herstellbar sind: Sensorausfall, Buslast, Grenzwerte, Fehlerreaktion.
Freigeben mit Nachweis statt mit Bauchgefühl
Wer eine Firmware freigibt, trägt die Entscheidung. Mit einem automatisierten Testlauf steht hinter der Freigabe ein reproduzierbares Ergebnis mit Datum, Stand und Kriterium. Das ändert die Grundlage, auf der unterschrieben wird.
Verifikation ist keine Kür
In regulierten Geräten ist der Verifikationsnachweis Voraussetzung für die Zulassung, nicht eine Qualitätsmaßnahme obendrauf. Ohne automatisierte, wiederholbare Tests entsteht er von Hand oder gar nicht.
Tests in C, C++ oder Python
Ihre Entwickler müssen kein weiteres proprietäres Ökosystem lernen. Mit LoopCheck schreiben sie Tests in den Sprachen, die Ihr Team ohnehin nutzt – keine proprietäre Skriptsprache, keine erzwungene IDE, keine lange Einarbeitung.
Zeitkritische Testlogik und Simulationsmodelle laufen in C auf einem eigenen Prozessorkern auf dem Board, in Echtzeit – erreichbar über eine saubere API statt über Register und Pin-Nummern. Vom Host aus steuern Sie diese Logik mit einer gewöhnlichen Python-Bibliothek: Sequenzen starten, Variablen setzen, zeitgestempelte Ergebnisse zurücklesen.
Und weil die Tests einfacher C-, C++- und Python-Code sind, kann ein KI-Assistent sie lesen, schreiben und ändern. Bei einer proprietären Skriptsprache kann er das nicht – die Sprachwahl entscheidet, ob KI im Test überhaupt hilft.
Die Plattform
Adaptive Hardware – von uns pro Anwendung konfiguriert
Ihr Prüfobjekt spricht CAN, hat ein analoges Frontend und einen eigenen Stecker? Genau darauf konfigurieren wir die Plattform – Sie bekommen keinen Baukasten zum Selbstbestücken, sondern einen fertigen Aufbau:
Anpassbare Docking-Shields
Schraubklemmen, koaxiale Analog-Frontends, Leistungsstufen oder ein vollständig kundenspezifisches Steckerlayout – auf einem bewährten Base-Board.
Feldbus & Netzwerk
CAN / CAN FD, Ethernet sowie serielle Schnittstellen (UART, RS485 / RS422) für die reale Anbindung Ihres Prüfobjekts.
Analoge & digitale I/O
Präzise analoge Ein- und Ausgänge sowie digitale Signale – statt reiner Simulation.
Dedizierter Echtzeit-Kern
Ein eigener Kern für Ihren C-Code sorgt für deterministisches, hartes Echtzeit-Verhalten.
Safety
Für sicherheitskritische Systeme qualifizierbar
Wenn Ihr Gerät zugelassen werden muss, entscheidet nicht der Test allein, sondern der Nachweis. LoopCheck ist darauf ausgelegt, genau die Fragen zu beantworten, die im Audit kommen:
»Zeigen Sie mir den Nachweis für Anforderung 7.«
Anforderung, Testfall und Ergebnis sind durchgängig verknüpft – Sie führen die Kette lückenlos vor, statt sie im Audit zusammenzusuchen.
»Die Firmware hat sich geändert – gilt das noch?«
Derselbe Testlauf läuft automatisiert erneut und belegt den neuen Stand – reproduzierbar, ohne dass jemand von Hand nachprüft.
»Wie ist dieses Ergebnis zustande gekommen?«
Jeder Lauf hinterlässt belastbare Evidenz – nicht nur ein grünes Häkchen, sondern den dokumentierten Weg dahin.
»Zählt das Werkzeug für die Zulassung?«
Wir unterstützen bei der Qualifizierung von LoopCheck und Testumgebung und beim Einbetten in Ihren V-Modell-Prozess.
Automatisierte, reproduzierbare HIL-Tests bilden die Verifikationsseite des Safety-Lifecycles direkt ab. Die Nachweise passen in Prozesse nach ISO 26262, EN 50128 / EN 50657, IEC 61508, IEC 62304 und DO-178C – die relevante Norm und das Sicherheitsniveau werden pro Projekt vereinbart.
Im Detail: IEC 62304 (Medizintechnik) und IEC 61508 (funktionale Sicherheit).
Warum jetzt
Der Testaufwand wächst, die Fristen laufen
Der Cyber Resilience Act bindet Sie an Ihr Gerät, nachdem es verkauft ist
Seit dem 11. September 2026 gilt die Meldepflicht für aktiv ausgenutzte Schwachstellen: 24 Stunden bis zur Frühwarnung. Ab dem 11. Dezember 2027 kommen Security by Design, SBOM und Sicherheitsupdates über den gesamten Supportzeitraum dazu. Jedes dieser Updates ist eine Firmwareänderung an einem Gerät im Feld – und jede davon muss verifiziert sein.
Ein Kernelpatch ändert nichts an Ihrer Anwendung und trotzdem alles
Wenn eine Drittkomponente aktualisiert wird, ist Ihre eigene Software unverändert. Der Nachweis für das Gerät ist es nicht. Wer diesen Nachweis von Hand führt, kann sich Sicherheitsupdates schlicht nicht leisten – und genau dafür sind die Fristen jetzt da.
Mehr Code, in kürzerer Zeit
KI-gestützte Entwicklung erzeugt mehr Funktionen pro Sprint. Geprüft werden müssen sie trotzdem, und der Prüfaufwand wächst mit. Der Engpass verschiebt sich vom Schreiben zum Nachweisen.
Die Anforderungen steigen weiter
Normen und Marktzugangsregeln werden schärfer, nicht lockerer. Testinfrastruktur, die heute knapp reicht, reicht in zwei Jahren nicht mehr.
Manuelle Schritte
LoopCheck übernimmt die Signalseite
Enthält Ihr Prüfablauf auch manuelle Schritte – Sichtprüfung, Handgriff, ein abgelesener Wert –, führt XPressRT beides im selben Protokoll: die HIL-Kanäle von LoopCheck und die Handgriffe des Bedieners.
Anfangen zu testen, statt Testinfrastruktur zu bauen
Alle technischen Details – Hardware-Konfigurationen, die Python-API, Architektur und ein vollständiges Beispiel – finden Sie auf der LoopCheck-Plattform.
- Tests in C, C++ oder Python – kein proprietäres Ökosystem
- In CI/CD integriert: automatisierte Regressions- und Nightly-Tests
- Echte, adaptive Testhardware statt reiner Simulation
- Qualifizierbar für regulierte, sicherheitskritische Geräte
Referenzen
Bewährt in echten Projekten
Mehrkanalige Motorsteuerung
Regressionstest der Regelung bei jedem Commit – auf echter Signalebene, mit simulierten parasitären Stromeffekten gegen die echte Firmware, ohne realen Motor und Leistungsteil.
Ergebnis: Der Regressionslauf läuft heute bei jedem Commit automatisch statt selten von Hand – Regelrobustheit und Sicherheitslücken unter parasitären Stromeffekten zeigen sich im Nightly, bevor Motor und Leistungsteil überhaupt im Spiel sind.
Medizinischer Laser-Controller
Laser-Regelung und sicherheitskritische Funktionen, nächtlich als Blackbox-Test bei jedem Commit – mit gezielter Fehlerinjektion, ganz ohne echtes Lasersystem.
Ergebnis: Die sicherheitskritischen Fehlerreaktionen sind bei jedem Firmware-Stand reproduzierbar belegt – der Verifikationsnachweis entsteht im nächtlichen Lauf statt in manueller Nacharbeit.
SIL-3-Sicherheitssensor
Automatisierte Tests der Sicherheitsfunktionen mit kontinuierlicher Einspeisung echter Felddaten – schnelles Feedback und Code-Coverage-Nachweis über den Trace-Port.
Ergebnis: Der Code-Coverage-Nachweis für die Sicherheitsfunktionen entsteht laufend aus echten Felddaten – die Grundlage, die eine SIL-3-Zulassung verlangt.
Häufige Fragen zu HIL-Tests
Was ist Hardware-in-the-Loop (HIL)?
Ein Testverfahren, bei dem die echte Embedded-Steuerung gegen eine simulierte Umgebung läuft: Das HIL-Testsystem erzeugt die Sensor- und Bussignale, liest die Reaktionen der Firmware zurück und prüft sie automatisiert – reproduzierbar und ohne die reale Anlage.
Was ist der Unterschied zwischen Desk-HIL und Rack-HIL?
Desk-HIL passt auf den Entwicklerarbeitsplatz und testet einzelne Steuergeräte früh und oft. Rack-HIL sind große, teure Schrank-Systeme für den Gesamtverbund, die meist geteilt werden. LoopCheck ist ein Desk-HIL.
Signal-HIL oder Power-HIL – was nutzt LoopCheck?
LoopCheck ist ein Signal-HIL: Es simuliert auf Signalebene (Sensorwerte, Bussignale, kleine Ströme und Spannungen) und ist damit ideal für Firmware- und Regelungstests. Power-HIL mit realen Lastströmen ist ein anderes Einsatzfeld.
Unterstützt LoopCheck Modultests und Blackbox-Tests?
Ja. LoopCheck deckt Modultests einzelner Komponenten bis zu Blackbox-Systemtests der fertigen Firmware ab – inklusive gezielter Fehlerinjektion. Das ist besonders in der Medizintechnik nach IEC 62304 gefragt.
Ist LoopCheck für sicherheitskritische Anwendungen und Medizintechnik geeignet?
Ja. Reproduzierbare, automatisierte HIL-Tests liefern Verifikationsnachweise für Normen wie IEC 62304 (Medizin), IEC 61508, ISO 26262, EN 50128/50657 und DO-178C. Die relevante Norm wird pro Projekt vereinbart.
In welchen Sprachen schreibe ich die Tests?
In C, C++ oder Python – kein proprietäres Ökosystem und keine erzwungene Skriptsprache. Zeitkritische Logik läuft in C in Echtzeit auf dem Board, gesteuert über eine Python-Bibliothek vom Host.